Auf unserem weitläufigen Grundstück im Naturschutzgebiet gab es noch zwei Ruinen, die sich für unseren Selbstversuch in Sachen Strohballenhaus eigneten. So sind wir dann zügig ans Werk gegangen, unter Hilfe von z.T. konventionellen Bauhandwerkern, Schreinern und freiwilligen Helfern aus dem Freundeskreis. Die Fotogalerie oben zeigt ein paar Sequenzen aus den verschiedenen Bauetappen.

Das Haus wurde im Rohbau innerhalb weniger Wochen fertig gestellt. Aber erst 4 Jahre später im Jahr 2014 hatten wir dann den Innenausbau in Angriff genommen. Inzwischen hat sich auch gezeigt, dass die Klimaregulierung in den Häusern fantastisch ist. Im Sommer sind sie vergleichsweise kühl, im Winter bleibt die Wärme lange erhalten. Auch die Hürden bei der Projektgenehmigung, vorallem bezüglich Thermik, Akustik, Statik und Materialzertifizierung, konnten dank professioneller Begleitung genommen worden.

Wir könnten ein ganzes Buch schreiben über die Erfahrungen, die wir gemacht haben. Aber das möchten wir nicht, denn dafür gibt es genügend einschlägige Literatur und Erfahrungsberichte im Internet abzurufen, auf die wir uns natürlich auch gestützt haben und die uns eine große Hilfe waren. 

Mittlerweile sind wir dank unserer professionell eingerichteten Schreinerei/Zimmerei auch in der Lage, Sie beim Bau und Ausbau Ihres eigenen Strohballenhauses professionell zu unterstützen. Insbesondere empfehlen wir uns für die Holzständerkonstruktion, welche als das "Herz" des Gebäudes ein spezialisiertes Fachwissen und entsprechende Holzbearbeitungsmaschinen benötigt. Aber auch das geeignete Bauholz können wir Ihnen kostengünstig liefern. 

Ueberhaupt sind die Kosten ja ein wichtiger Aspekt. Für die Projektierung/Baueingabe muss man vorab mit etwa 3000 Euros rechnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen kompletten Neubau macht oder auf bestehenden Ruinen oder Grundrissen (wie bei uns der Fall) aufbaut. Die Kosten für den Bau selber hängen sehr stark davon ab, wie man vorgeht und natürlich auch von den vorhandenen Voraussetzungen bauseits. Vorallem aber wieviel Eigenleistungen man erbringen kann. Wenn man sich das Haus schlüsselfertig hinstellen lässt mit 5-jähriger Garantie, dann wird es kaum günstiger als ein konventionelles Haus (500-700 Euros/m2, Stand 2015). Wenn man aber Fach- und Hilfskräfte punktuell zuzieht, selber organisiert und mit anpackt, dann kann es richtig günstig werden, vielleicht etwa die Hälfte  – aber behaften Sie uns nicht auf die genannten Beträge, es sind viele Faktoren, die mit reinspielen.