Es gibt kaum Industrie, aber viel Kleingewerbe. In den Orten ist der Minimercado mit angeschlossenem Café  vielfach Zentrum, Dreh- und Angelpunkt des dörflichen Geschehens. Frischprodukte wie Brot, Gemüse, Fisch werden zum Teil täglich (Brot) ans Haus geliefert. Daneben haben aber in den letzten Jahren auch nationale und internationale Supermarktketten wie Pingo Doce, Mini Preço, Intermarché, Lidl, ihre Präsenz in der Provinz ausgebaut.

Der idyllisch umwaldete, längste Stausee Portugals (Rio Zêzere, 60 km lang und bis zu 120 m tief) ist eines der größten Süßwasserreservoire der iberischen Halbinsel und bestes Fischgewässer (Schwarzbarsch, Forellen, etc.). Im Jahre 2004 hat hier die Weltmeisterschaft im Schwarzbarschfischen stattgefunden. Außerdem eignet sich der See vorzüglich für Wassersport und er lädt zum Baden und Schwimmen ein. Er prägt mit seinen unzähligen Seitenarmen die ganze Gegend.

Besuchen Sie diese herrliche Gegend um Pedrógão Grande und überzeugen Sie sich selbst!

Die Landbevölkerung ist ausgesprochen gastfreundlich und hilfsbereit, einerseits durch die traditionelle „Emmigrantenkultur“ von Portugal, andererseits durch die immer noch anhaltende – resp. durch die Schuldenkrise wieder neu aufgekommene Abwanderung und Überalterung. Die Leute sind ausländer-freundlich und freuen sich über neue Nachbarschaft. Es ist überhaupt nicht der Fall, dass die Menschen hier die Nordländer, sprich hauptsächlich Deutschland, für die Krise verantwortlich machen und ihnen deshalb feindlich gesinnt sind. Eher im Gegenteil, man ist sich bewusst, dass man über die Verhältnisse gelebt hat und jetzt die Rechnung bezahlen muss. Und die Ausländer, die hierher ziehen, nehmen ja niemandem etwas weg, im Gegenteil, sie beleben den Markt in verschiedenster Hinsicht.

Wetter und Klima in Zentralportugal
Wir befinden uns in einer für Portugal gemäßigten Zone mit kontinentalem Klima. Warme bis heiße Sommer und kühle bis kalte Winter – von sehr trocken bis sehr nass – sorgen für ein abwechslungsreiches Klima, das immer wieder auch für Überraschungen gut ist. Was man aber mit einiger Sicherheit sagen kann ist, dass es von Juni bis September vorwiegend schön und warm bis heiß ist. Wir haben in den letzten 20 Jahren eigentlich schon alles erlebt: trockene Winter mit sonnig-warmen Tagen und kalten Nächten praktisch ohne Regen, aber auch ein halbes Jahr vorwiegend schlechtes Wetter mit viel Niederschlag. Dieses Klima macht es möglich, dass wir uns hier an üppigem Grün und jedes Frühjahr an farbenfroher Blütenpracht erfreuen. Generell gilt: der Norden Portugals ist kühler und feuchter, der Süden wärmer und trockener.

Politik und Wirtschaft
Politisch teilen sich hier in der Provinz die Sozialdemokraten (PSD) und die Sozialisten (PS) das Feld. Die jeweiligen Bürgermeister der Kreisstädte oder Bezirkshauptorte wie Pedrógão Grande, Figueiró dos Vinhos, Castanheira da Pêra, Sertã, konzentrieren relativ viel Macht auf sich, in Bezug auf was in die Hoheit der Gemeinden fällt. Der Spielraum bei der Interpretation von Gesetzen ist ziemlich groß und die Handhabung oder Durchsetzung derselben kann von Gemeinde zu Gemeinde stark variieren.
Wirtschaftlich hängt die ganze Gegend am Tropf der EU. In den letzten 20 Jahren wurden große Summen in die Infrastruktur investiert, hauptsächlich Straßen, Schulen, Wasser- und Abwasser, aber auch für Luxus hat es gereicht, z.B. Hallenbäder, Fußballstadien, Kulturhäuser, Parkanlagen, Stadtbildkosmetik, etc.

Medizinische Versorgung
Nebst der ganzen Palette von privaten Gesundheits- und Alters-Vorsorge-Anbietern gibt es in Portugal das staatliche Gesundheits- und Rentensystem mit den Centros de Saúde (den Krankenstationen) in jeder Kreisstadt. Dort trifft man in der Regel tagsüber einen diensttuenden Arzt an. Diese Allgemeinpraktiker haben jeweils auch eine private Praxis. Kosten für eine Arztkonsultation: 30 bis 40 Euro. Ob man in die staatliche Krankenkasse aufgenommen wird, hängt vom Alter ab. Sie kostet pro Monat ca. 170 Euro (2014), dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine einzelne Person oder um eine Familie handelt. Für Familien mit Kindern wird bei kleinem oder keinem Einkommen ein Kindergeld vergütet. Ab 3 Kindern  wird man etwa beitragsfrei. Die Krankenversicherung ist für Nicht-Erwerbstätige nicht obligatorisch. Die Kreisstädtchen in der Umgebung verfügen alle über gut ausgebildete und eingerichtete Zahnärzte, mit sehr günstigen Preisen im Vergleich zu Mitteleuropa. Die Universitätskliniken von Coimbra sind eine Stunde entfernt und genießen einen internationalen Ruf. Ebenso finden Sie alle notwendigen Spezialisten dort, Konsultationen 70 bis 80 Euro. Die Kreisstädte verfügen alle über eine Flotte von Ambulanzfahrzeugen für notwendige Transporte, mit Pikettdienst rund um die Uhr.

Infrastruktur
Die größeren Ortschaften (Kreisstädte, Bezirkshauptorte), in Portugal Concelhos genannt, bieten sämtliche Infrastruktur wie Schulen (bis 12. Schuljahr, auch Berufsschulen), Wochenmarkt, Einkauf, Restaurants, Post und Banken, Ärzte, Apotheken, Altersheime, Kirchen, Gemeindebetriebe, Busbahnhof, Gewerbezentren, Hallenbäder, Kulturhäuser, etc. Die vielen Dörfchen und Weiler, oft nur eine Ansammlung von 3 oder 4 Häusern/Höfen eines Concelhos sind in den so genannten Freguesias (Verwaltungszentren) zusammengefasst. Die Freguesias verfügen immer über eine Grundinfrastruktur wie Wochenmarkt, Alterszentrum, Kirche, Friedhof. Ein Concelho hat je nach Größe in unserer Gegend zwischen 2 und 11 Freguesias. Dank EU-Fördergeldern alle und alles verbunden durch ein hervorragend ausgebautes Straßennetz.

Der Strom, wenn nicht schon am Grundstück, kann jederzeit gegen Bezahlung gelegt werden. Grob muss mit etwa 1000.-- EUR pro 100 Meter Leitung gerechnet werden. Bei mehr als 1 km Distanz zum nächsten Transformator kann es teuer werden, weil dann das Mittelspannungsnetz verlängert werden muss. Auf Gesuch hin hilft dann vielfach aber die Gemeinde.
Die Erschließung von Telefon und Internet ist flächendeckend gut. Festnetz-Telefon wird je länger je mehr durch Mobilfunk abgelöst. Internet-Qualität wird fortlaufend besser, Glasfaser hält zur Zeit Einzug. Interessante Flatrates für Satelliten-Internet und Mobilfunk.

Kultur und Unterhaltung
Die Portugiesen lieben ihre traditionellen Dorffeste zu Ehren des jeweiligen Dorfheiligen. Diese Feste fangen im frühen Sommer an und gehen bis in den Herbst hinein. Durch die Sommermonate ist eigentlich jedes Wochenende in irgendeinem Dorf ein Fest mit typischen oder untypischen, resp. gegensätzlichen Höhepunkten (Folkloregruppen versus Rockband).

Trotz der Schönheit und Ruhe ist die Gegend touristisch noch nicht überlaufen, Reisende können noch immer ein Hauch von Ursprünglichkeit spüren. Durch die relativ geringe Besiedelung sind die Straßen noch weitgehend verkehrsfrei, ideal für Radfahrer, wandern, spazieren. Die Gegend genießt den Ruf, die sauberste Luft Europas zu haben. Unseren Besuchern fallen immer wieder Dinge auf, an die wir uns schon fast gewöhnt haben: das intensive Blau des Himmels, die würzige Luft, die verkehrsarmen Straßen, die Stille, das satte Grün der üppigen Vegetation. Durch die zentrale Lage (Pedrógão Grande ist der geografische Mittelpunkt Portugals) ist man in einer bis eineinhalb Autostunden am Meer, in Coimbra oder in allen historischen Orten Zentralportugals. Die herrlichen weiten Strände des Atlantik sind selbst im Hochsommer nie überlaufen.